12.08.2026
Was bedeutet ganzheitlich? Den Menschen in seiner Gesamtheit verstehen
Warum Körper, Psyche, Emotionen, Lebensgeschichte und Energiefeld nicht isoliert voneinander betrachtet werden können.
Wenn wir von einem ganzheitlichen Ansatz sprechen, begegnet uns dieser Begriff mittlerweile in vielen Bereichen. Doch was bedeutet „ganzheitlich“ eigentlich – und was heißt es, einen Menschen wirklich in seiner Gesamtheit zu betrachten?
Ganzheitlich bedeutet für mich, einen Menschen nicht auf ein Symptom oder ein Problem zu reduzieren, sondern seine Belastungen, Ressourcen, Lebensumstände und inneren Prozesse im Zusammenhang zu sehen.
Dazu gehören der Körper und die Psyche ebenso wie Gedanken und Emotionen, die aktuelle Lebenssituation, das soziale Umfeld, die Herkunftsfamilie und das Familiensystem, prägende Erfahrungen und Traumata, innere Muster und Überzeugungen – und in meiner energetischen Arbeit auch das Energiefeld mit seinen unterschiedlichen Ebenen.
Denn all diese Bereiche stehen nicht unabhängig nebeneinander. Sie beeinflussen sich gegenseitig und wirken zusammen.
Von: Ulrike Mayrhofer
Ganzheitlich auf einen Blick
✓ Körper, Psyche, Emotionen und Lebensgeschichte im Zusammenhang sehen
✓ das Energiefeld als zusätzliche Ebene einbeziehen
✓ nicht nur Belastungen, sondern auch Ressourcen wahrnehmen
✓ Schulmedizin, Psychologie und energetische Arbeit als Ergänzungen statt als Gegensätze
✓ ansetzen, wo für den jeweiligen Menschen Veränderung möglich wird
Der Mensch ist mehr als ein einzelnes Problem
Oft suchen wir Unterstützung, weil uns ein ganz konkretes Thema beschäftigt. Vielleicht ist es innere Unruhe, Erschöpfung, eine schwierige Beziehung, eine immer wiederkehrende Angst oder das Gefühl, in einem bestimmten Bereich des Lebens einfach nicht weiterzukommen.
Natürlich ist es wichtig, dieses konkrete Thema ernst zu nehmen. Gleichzeitig lohnt es sich manchmal, den Blick etwas zu weiten.
Denn hinter dem, was sich gerade zeigt, kann wesentlich mehr stehen.
Eine belastende Lebenssituation kann sich auf unsere Stimmung und unseren Körper auswirken. Dauernder Stress beeinflusst, wie wir denken, fühlen und reagieren. Erfahrungen aus unserer Kindheit oder Herkunftsfamilie können unsere Beziehungen noch Jahrzehnte später prägen. Und manchmal entwickeln wir Strategien, die uns in einer bestimmten Lebensphase geschützt oder geholfen haben, uns heute aber daran hindern, frei zu handeln.
Ganzheitlich zu betrachten bedeutet deshalb auch, Zusammenhänge wahrzunehmen.
Nicht nur zu fragen:
„Was ist das Problem?“
Sondern auch:
„Was hat diesen Menschen geprägt? Was belastet ihn? Was trägt ihn? Welche Ressourcen stehen ihm zur Verfügung – und was könnte hinter dem liegen, was sich heute zeigt?“
Körper, Gedanken und Emotionen beeinflussen sich gegenseitig
Eigentlich erleben wir diese Zusammenhänge jeden Tag.
Angst kann körperlich spürbar werden. Ein belastender Gedanke kann innerhalb weniger Sekunden unsere Stimmung verändern. Ein Konflikt kann uns noch Stunden später beschäftigen und uns buchstäblich Energie kosten. Umgekehrt kann körperliche Erschöpfung dazu führen, dass wir emotional empfindlicher reagieren und Situationen anders wahrnehmen.
Auch wenn Gedanken und Emotionen nicht greifbar sind wie ein körperliches Organ, können sie unser Erleben deutlich beeinflussen.
Manche Gedanken und Gefühle können sich wie eine energetische Ladung oder Schwere anfühlen und unsere Entscheidungen, Beziehungen und unser Verhalten prägen – manchmal über viele Jahre hinweg.
Genau deshalb greift es für mich häufig zu kurz, einen Menschen nur auf einer einzigen Ebene zu betrachten.
Das Energiefeld als zusätzliche Ebene
In meiner energetischen Arbeit beziehe ich deshalb auch das Energiefeld des Menschen – häufig als Aura bezeichnet – mit ein.
Aus meiner Erfahrung und meinem Arbeitsverständnis heraus ist das Energiefeld eng mit dem verbunden, was einen Menschen ausmacht. Unterschiedliche Ebenen – beispielsweise emotionale, rationale bzw. mentale, kausale und spirituelle Ebenen – können darin betrachtet und energetisch angesprochen werden.
Diese Ebenen sind nicht voneinander getrennt.
Sie können zwar individuell angesprochen werden, wirken aber zusammen und aufeinander ein.
Das ist ein wichtiger Aspekt meiner Arbeit: Es muss nicht immer auf allen Ebenen gleichzeitig angesetzt werden.
Manchmal verändert sich etwas auf der emotionalen Ebene, und plötzlich entsteht auch gedanklich mehr Klarheit. Manchmal wird ein altes Muster bewusst, und dadurch verändert sich das eigene Verhalten. Ein anderes Mal verliert ein Thema durch die Arbeit an einer tieferliegenden energetischen Belastung etwas von seiner bisherigen Schwere.
Vielleicht lässt es sich ganz einfach so ausdrücken:
Mehrere Wege können zum gleichen Ziel führen.
Denn egal, wo wir ansetzen – der Mensch bleibt ein zusammenhängendes Ganzes. Veränderungen auf einer Ebene können sich deshalb auch auf andere Bereiche auswirken.
Wenn wir etwas verstehen – und es trotzdem nicht verändern können
Viele Menschen kennen diesen Satz:
„Ich weiß eigentlich genau, warum ich so reagiere – aber ich kann es trotzdem nicht ändern.“
Wir können ein Muster intellektuell längst verstanden haben. Wir können wissen, dass eine bestimmte Angst mit früheren Erfahrungen zusammenhängt. Vielleicht erkennen wir sogar ganz genau, warum wir in Beziehungen immer wieder ähnlich reagieren.
Und trotzdem passiert es wieder.
Denn nicht alles, was uns beeinflusst, ist unserem bewussten Denken unmittelbar zugänglich.
Prägungen, alte Erfahrungen, Traumata oder tief verankerte Muster können teilweise unbewusst wirken. Manche Themen sind zwar bewusst, aber emotional so stark besetzt, dass ein anderer Umgang damit schwerfällt. Andere scheinen vollkommen blockiert oder unserem bewussten Zugang kaum erreichbar.
Hier liegt für mich eine besondere Möglichkeit der energetischen Arbeit.
Zugang zu tieferliegenden Ebenen
Über das Energiefeld können sich in meiner Arbeit Zusammenhänge zeigen, die über das unmittelbar Bewusste hinausgehen.
Dabei können unterschiedliche Ebenen eine Rolle spielen: emotionale und mentale Prägungen ebenso wie tiefere kausale oder spirituelle Zusammenhänge. In manchen Fällen beziehe ich – wenn es zu dir und deinem Thema passt – auch die karmische Ebene mit ein.
Dabei geht es nicht darum, möglichst außergewöhnliche Erklärungen für ein Problem zu finden.
Die entscheidende Frage ist vielmehr:
Was wirkt heute noch – und was darf sich verändern?
Denn auch wenn die Ursache eines Musters möglicherweise weit zurückliegt, geht es letztlich immer um das Leben im Hier und Jetzt.
Was hindert dich heute daran, frei zu entscheiden?
Was hält dich in einer bestimmten emotionalen Reaktion fest?
Warum begegnet dir ein bestimmtes Thema immer wieder?
Und was könnte dir helfen, damit anders umzugehen?
Ganzheitlich bedeutet nicht entweder – oder
Gerade bei energetischen und ganzheitlichen Ansätzen entsteht manchmal der Eindruck, man müsse sich entscheiden: Schulmedizin oder alternative Ansätze, Körper oder Psyche, wissenschaftlich oder energetisch.
Für mich entspricht das nicht einem wirklich ganzheitlichen Verständnis.
Schulmedizinische Versorgung ist unverzichtbar, insbesondere bei Notfällen, akuten Beschwerden und überall dort, wo medizinische Diagnostik oder Behandlung erforderlich ist. Ebenso haben psychologische und psychotherapeutische Begleitung wichtige Aufgaben und klare Kompetenzbereiche.
Energetische Arbeit kann eine zusätzliche Ebene eröffnen.
Sie ersetzt keine notwendige medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Sie kann aber dort, wo es für dich passend ist, ergänzend einen anderen Zugang zu dir und deinem Thema ermöglichen.
Für mich bedeutet ganzheitlich deshalb gerade nicht entweder – oder, sondern unterschiedliche Möglichkeiten zu sehen und gleichzeitig die Grenzen des jeweiligen Ansatzes zu respektieren.
Nicht nur Belastungen sehen – sondern auch Ressourcen
Ganzheitliche Betrachtung bedeutet für mich außerdem, einen Menschen nicht ausschließlich über seine Schwierigkeiten wahrzunehmen.
Jeder Mensch bringt auch etwas mit, das ihn trägt.
Erfahrungen, Fähigkeiten, Beziehungen, innere St ärke, Intuition, Lebensfreude, Kreativität oder die Fähigkeit, selbst nach schwierigen Phasen wieder aufzustehen.
Manchmal sind diese Ressourcen sehr präsent. Manchmal sind sie unter Belastungen beinahe verschwunden und müssen erst wieder zugänglich werden.
Auch das gehört für mich zu ganzheitlicher Begleitung:
Nicht nur zu sehen, was schwierig ist – sondern auch das wahrzunehmen und zu stärken, was bereits da ist.
Was brauchst du – als ganzer Mensch?
Vielleicht ist das letztlich die wichtigste Frage.
Du bist einzigartig – und nicht jedes Thema braucht denselben Zugang.
Manchmal hilft dir ein Gespräch oder eine neue Erkenntnis. Manchmal braucht es medizinische oder psychotherapeutische Unterstützung. Manchmal ist eine Veränderung deiner Lebenssituation hilfreich. Und manchmal kann die Arbeit über das Energiefeld einen Zugang zu einer Ebene ermöglichen, die bisher nur schwer erreichbar war.
Ganzheitliche Begleitung bedeutet für mich deshalb nicht, auf alles dieselbe Antwort zu haben.
Sie bedeutet, dich in deiner Gesamtheit wahrzunehmen – mit deinen Belastungen und Ressourcen, deiner Geschichte, deinem Umfeld, deinem Körper, deiner Psyche, deinen Emotionen und den unterschiedlichen Ebenen deines Energiefeldes.
Und dort anzusetzen, wo für dich Veränderung möglich wird.
Kontakt aufnehmen
Wenn du das Gefühl hast, dass hinter deinem Thema mehr steckt, und wissen möchtest, ob eine energetische Begleitung für dein persönliches Anliegen passend sein könnte, kannst du gerne Kontakt mit mir aufnehmen.
Über die Autorin:
Ulrike Mayrhofer
Humanenergetikerin und Psychologin
Seit 18 Jahren begleite ich Menschen als Humanenergetikerin, Psychologin sowie Mental Energy Coach feinfühlig, kompetent und auf Augenhöhe auf ihrem Weg zu innerer Balance und Bewusstwerdung. In meiner Arbeit verbinde ich energetische und seelische Arbeit mit fundiertem psychologischem Verständnis – klar, geerdet und zugleich tiefgehend.